Amsterdam bietet hervorragende Möglichkeiten für das Raubfischangeln. Vom IJ über die Häfen bis hin zu den umliegenden Gewässern schwimmen hier starke Bestände an Zander, Barsch und Hecht. Als lokaler Angelguide stimme ich jede Angeltour auf die aktuellen Bedingungen und deine Wünsche ab, sodass wir gezielt und effektiv angeln können.

Verschiedene Angeltouren in Amsterdam

Geschmäcker sind verschieden, wenn es um das Raubfischangeln geht. Der eine ist süchtig nach dem typischen „Tock“ eines Zanders, der hart auf den Shad knallt, während ein anderer für die brutalen, explosiven Attacken eines Hechts lebt. Und wieder andere können sich an der Schönheit und dem unberechenbaren Verhalten des launischen Barsches nicht sattsehen. Je nach deiner Vorliebe stimmen wir die Angeltour und die Fischerei vollständig darauf ab.

Zander- und Barschangeln in Amsterdam

(4-, 6- oder 8-stündige Angeltour, bis zu 3 Gäste)

Das Zander- und Barschangeln in Amsterdam ist dynamisch, technisch anspruchsvoll und oft sehr actionreich. Je nach Bedingungen angeln wir aktiv und gezielt mit Techniken wie Werfen, Dropshotten, Vertikalangeln, Schleppen sowie verschiedenen Finesse-Methoden. Du gibst an, wie du angeln möchtest – ich sorge für eine Angeltour, die perfekt darauf abgestimmt ist.

Möchtest du die produktivsten Stunden optimal nutzen? Dann ist eine intensive 4-stündige Angeltour am Morgen oder Abend eine ausgezeichnete Wahl. Hast du mehr Zeit, bieten die 6- und 8-stündigen Touren die Möglichkeit, mehrere Spots anzufahren, verschiedene Techniken einzusetzen und einfach mehr Fisch zu fangen.

Unten erfährst du mehr über die Fischarten, auf die wir uns während dieser Angeltour konzentrieren, sowie über die Techniken, die wir einsetzen, um sie gezielt zu fangen.

Zander: der kalte Scharfschütze

Mit Augen, die extrem lichtempfindlich sind, jagt der Zander in den tiefen, dunklen Gewässern des IJ und in den trüben Grachten der historischen Innenstadt. Dieser Scharfschütze nähert sich seiner Beute lautlos und wartet geduldig auf den richtigen Moment zum Zuschlagen. Er beißt wie eine Natter und schlägt zu wie ein Sniper. Nicht nur dieses Jagdverhalten macht den Zander zu einem der begehrtesten Raubfische Amsterdams – auch die Bestände und die durchschnittliche Größe spielen dabei eine große Rolle. Ein Zander von 40 cm liefert bereits einen unterhaltsamen Drill, bei 60 cm wird es ernst, und ein Fisch von 80 cm ist ein Fisch fürs Leben. Und genau das ist an einem Angeltag in Amsterdam durchaus realistisch.

Amsterdam ist nicht umsonst als „Zanderdam“ bekannt: die Stadt, um viele und große Zander zu fangen!

Traditionell ist das Vertikalangeln mit kurzen, schnellen Ruten eine sehr effektive Methode, um auf Zander zu angeln – ebenso wie das Dropshotten. Beide Techniken werden mit Softbaits von 6 bis 12 cm gefischt. Darüber hinaus ist das aktive Werfen mit Soft- und Hardbaits eine hervorragende Art zu angeln. Von kleinen Softbaits an leichten Jigköpfen bis hin zu Chatterbaits und Twitchbaits. Diese Herangehensweise ist dynamischer, die Bisse sind oft härter und meiner Meinung nach ist jeder gefangene Fisch besonders belohnend. Nach Absprache können wir auch in der Innenstadt auf Zander schleppen. Dabei kommen schlanke, tief laufende Hardbaits und Rasselwobbler zum Einsatz. Beim Schleppangeln besteht zudem eine große Chance, dass auch kapitale Barsche und Hechte einsteigen.

Barsch: der harte Straßenkämpfer

Der Barsch ist in den Gewässern Amsterdams zahlreich vertreten und verleiht jedem Angeltag einen silbernen Glanz. Sein schönes Äußeres ist jedoch trügerisch, denn er ist ein echter Straßenkämpfer. Aktives Werfen mit Softbaits, Hardbaits und Spinjigs, aber auch das Schleppen mit Crankbaits, bringt oft sehr gute Ergebnisse. Barsche von 20 bis 30 cm machen bereits großen Spaß, ein Fisch von 40 cm darf durchaus als Trophäe gelten, und mit 50 cm kann man sich ohne Zweifel als Gewinner des Tages fühlen.

Solche prächtigen Barsche fängst du sowohl direkt in Amsterdam selbst als auch in den großen Gewässern rund um die Stadt.

Wenn du gezielt auf große Barsche (auch PerchZilla genannt) fischen möchtest, empfehle ich, deine Angeltour auf den großen Seen rund um Amsterdam zwischen Januar und Ende März zu buchen. In dieser Zeit sammeln sich die großen, laichbereiten Weibchen an bestimmten Kanten und Abhängen, wo sie auf den Frühling warten. Dadurch lassen sie sich besonders gut gezielt befischen. Finesse-Techniken wie das Fischen mit Carolina Rig und Ned Rig, kombiniert mit dem Werfen von Bladed Jigs, sind dann oft die effektivste Methode. Gerne zeige ich dir, wie es funktioniert, und helfe dir dabei, diesen Traumfang zu verwirklichen.

Hechtangeln (und Barschangeln) auf großen Gewässern (u. a. in den Randmeren)

(ausschließlich 8 Stunden, maximal 2 Gäste)

Für das gezielte Angeln auf große Hechte fahren wir zu einem der weitläufigen Seen, etwa 20 Minuten von Amsterdam entfernt. Du kannst gerne mit mir zum Hafen mitfahren, und innerhalb einer Stunde stehst du bereits auf einem der besten Hechtgewässer Europas. Mit einer Fläche von über 6.000 Hektar und einer enormen Vielfalt an Kanten, Plateaus, tiefen Löchern, Muschelbänken und ausgedehnten Krautfeldern ist dieses Gewässer ein wahres Paradies für Hecht und Barsch.

Hinweis: Um Sicherheit und Angelkomfort zu gewährleisten, kann ich maximal 2 Gäste mitnehmen. Mit mehr als zwei Personen an Bord wird das Unfallrisiko schlichtweg zu hoch. Große Kunstköder, rasiermesserscharfe Haken und kraftvolle Hechte erfordern ausreichend Platz und Übersicht.

Nun etwas mehr über das Hechtangeln auf den Randmeren, wie diese Gewässer genannt werden. Das Werfen mit Hard- und Softbaits auf Hecht ist hier das ganze Jahr über effektiv – ebenso wie das Schleppen mit (sehr) großen Swimbaits und anderem groben Hechtköder. Im Sommer ist es fantastisch, mit Fröschen und anderen flach laufenden Ködern über die ausgedehnten Krautfelder zu fischen. Wenn der Herbst in den Winter übergeht, folgen die Hechte den Beutefischen in tieferes Wasser und werden von Tag zu Tag kräftiger …
Maar wie is toch die chagrijnige, dikke dame?

Hecht: der gnadenlose Rüpel

Der Hecht ist ohne Zweifel einer der ikonischsten Raubfische unserer Gewässer. Dieser einzelgängerische Jäger vereint rohe Kraft mit explosiver Geschwindigkeit und einer überraschend listigen Jagdweise. Während andere Raubfische oft subtil zupacken, tut es der Hecht mit Gewalt: Die Attacken sind hart, kurz und kompromisslos. Ein Biss fühlt sich selten wie ein vorsichtiger Kontakt an – eher wie eine Kollision.

Möchtest du wirklich kapitale Hechte fangen, dann buche einen Angeltag zwischen Dezember und Ende März.

Was den Hecht besonders macht, ist seine Unberechenbarkeit. Im einen Moment liegt er regungslos zwischen Wasserpflanzen oder entlang einer Kante verborgen, im nächsten schießt er wie eine Rakete aus der Deckung, um seine Beute zu packen. Genau diese Kombination aus Geduld und Aggression macht jeden Biss spannend – selbst für erfahrene Angler.

Darüber hinaus ist der Hecht ein Fisch von Format und Charakter. Große Exemplare lassen sich nicht einfach überlisten und erfordern Verständnis, Timing und Vertrauen in die eigene Technik. Besonders beim Angeln mit leichterem Gerät kann ein großer Hecht für einen unvergesslichen Drill sorgen, den man so schnell nicht vergisst. Genau diese rohe, direkte Art des Angelns lässt viele Sportangler immer wieder zum Hecht zurückkehren.

Für wen sind diese Angeltouren geeignet?

Diese Angeltouren sind für jeden geeignet. Egal, ob du noch nie eine Angel in der Hand hattest, gelegentlich angelst oder ein erfahrener (Wettkampf-)Angler bist, der seine Technik verfeinern möchte – du bist an Bord herzlich willkommen. Jede Angeltour stimme ich individuell auf das Niveau, die Erfahrung und die Wünsche meiner Gäste ab. So fühlt sich jeder wohl, und gemeinsam holen wir das Maximum aus unserer Zeit auf dem Wasser heraus.

Warum mit Angelguide Juul Steyn angeln?

Seit 2011 bin ich als Angelguide in und um Amsterdam aktiv und nahezu täglich auf dem Wasser unterwegs. Diese Erfahrung ermöglicht es mir, schnell auf wechselnde Bedingungen zu reagieren und gezielt zu angeln, statt mich auf Zufall zu verlassen. Ich arbeite mit hochwertiger Ausrüstung, nehme mir Zeit für Erklärungen und persönliche Betreuung und bin überzeugt, dass eine gelungene Angeltour um mehr geht als nur um Fänge: Verständnis, Technik und Freude stehen im Mittelpunkt.

Das Teilen meiner Leidenschaft und meines Wissens steht dabei immer im Mittelpunkt. Das galt bereits in meiner Zeit als Redakteur bei Beet und Hét Visblad sowie beim Schreiben von „Denken als een vis“ – und gilt ebenso heute, wenn ich dich als Gast an Bord begrüße.